Joseph von Eichendorff: Der frohe Wandersmann
Vertonung des Gedichts “Der frohe Wandersmann” von Joseph von Eichendorff. Entstanden um 1817–1822 ist dies eines der bekanntesten Gedichte Joseph von Eichendorffs und ein zentrales Werk der deutschen Romantik. Eichendorff stellt den freudigen Wanderer den “trägen Trägen” zu Hause gegenüber, die in Monotonie und Sorgen gefangen sind, während der Wanderer die befreiende Schönheit der Natur erlebt.
Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt; Dem will er seine Wunder weisen In Berg und Wald und Strom und Feld. Die Trägen, die zu Hause liegen, Erquicket nicht das Morgenrot, Sie wissen nur von Kinderwiegen, Von Sorgen, Last und Not um Brot. Die Bächlein von den Bergen springen, Die Lerchen schwirren hoch vor Lust, Was sollt ich nicht mit ihnen singen Aus voller Kehl und frischer Brust? Den lieben Gott lass ich nur walten; Der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld Und Erd und Himmel will erhalten, Hat auch mein Sach aufs best bestellt!
