Heinrich Heine: “Ich wandelte unter den Bäumen”
Vertonung des Gedichts “Ich wandelte unter den Bäumen” von Heinrich Heine. Diese Gedicht erschien 1827 im Buch der Lieder in der Abteilung „Junge Leiden“. Das Werk thematisiert Herzenschmerz und Liebeskummer. Es bricht die typisch romantische Naturidylle durch bittere Ironie und den Gesang der Vögel auf.
Ich wandelte unter den Bäumen Mit meinem Gram allein; Da kam das alte Träumen, Und schlich mir ins Herz hinein. Wer hat euch dies Wörtlein gelehret, Ihr Vöglein in luftiger Höh’? Schweigt still! wenn mein Herz es höret, Dann tut es noch einmal so weh. „Es kam ein Jungfräulein gegangen, Die sang es immerfort, Da haben wir Vöglein gefangen Das hübsche, goldne Wort.“ Das sollt ihr mir nicht erzählen, Ihr Vöglein wunderschlau; Ihr wollt meinen Kummer mir stehlen, Ich aber niemanden trau’.
