Joachim Ringelnatz: Der Briefmark
Vertonung des Gedichts “Der Briefmark” von Joachim Ringelnatz. Ringelnatz erfand hier das Wort „der Briefmark“ (maskulin), um der Geschichte eine humorvolle, tiefere menschliche Komponente zu geben. Das Werk parodiert die klassische, unerreichbare Liebe aus der Romantik auf Alltagsgegenstände.
Ein männlicher Briefmark erlebte Was Schönes, bevor er klebte. Er war von einer Prinzessin beleckt. Da war die Liebe in ihm erweckt. Er wollte sie wiederküssen, Da hat er verreisen müssen. So liebte er sie vergebens. Das ist die Tragik des Lebens...
